Für die Zusammenarbeit konnten sie das Wuppertaler
Streichquartett Indigo gewinnen, welches sich durch eine große ästhetische Bandbreite sowie die Offenheit für
improvisierte Vorgänge auszeichnet. Indigo arbeitet in der Besetzung bereits seit 1992. Das Quartett realisiert Projekte im Jazz- und Rockbereich und spielt Neue Musik (auch Bühnenmusik und Uraufführungen)
Die Kompositionen von Xu Fengxia verarbeiten alte chinesische Kunstlieder zu einer neuen Klangwelt. Durch experimentelle Klangfarben, den Einsatz von Gesangsstimmen und frei improvisierte Teile gewinnen die überlieferten musikalischen Themen eine Dimension, die sie über die 5.000 Jahre alte chinesische Musiktradition hinweg neu erfahrbar macht. In den für diese Besetzung gearbeiteten Stücken von Gunda Gottschalk entsteht eine westliche Sicht auf die chinesische Klassik. Mit der Verwendung von Tonaufnahmen aus Shanghai (traditionelle Musikhochschule, Strassengeräusche und Tempelgesänge) sowie aleatorischer Prinzipien des alten chinesischen Brettspiels Mah Jong werden chinesische Elemente seziert und neu eingepflanzt.
China, als ehrgeizige expandierende Wirtschaftsmacht und Investitionsmekka der kapitalistischen Welt, hat seine Position auf dem Weltmarkt längst gefunden.
Im Zuge dieser Entwicklung wird es interessant, alte chinesische Traditionen hervorzuheben und auf Aktualität hin zu überprüfen, bevor sie vielleicht in dem Sog des Fortschritts untergehen...
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